Wo und wie kann man einen Bauantrag stellen?

Infos zum Bauantrag und Baugenehmigung bei den Baubehörden

Um ein Haus zu bauen oder genehmigungspflichtige Bauvorhaben an bestehenden Immobilien zu machen muss man zunächst bei der zuständigen Baubehörde eine Baugenehmigung erhöten. Denn einfach mal so das Haus so zu bauen wie man will oder noch eine kleine Garage für das Auto, darf man ohne eine Baugenehmigung nicht einfach so durchführen. In Deutschland sind alle Bauvorhaben strengstens geregelt und selbsts bei der Farbe Ihres Hausdachs dürfen sie nicht alleine entscheiden. Und selbst den Antrag zu bauen oder auch andere genehmigungsbedürftige Bauvorhaben dürfen sie nicht einfach so selbst bei der Baubehörde einreichen, vielmehr darf nur ein Ingenieur, welche in einer Architektenkammer des jeweiligen Bundeslandes eingeschrieben ist einen Bauantrag zur Baubehörde einreichen.
Auch wenn sich die Antragsstellung oft schwierig und langfristig darstellt, muss man diesen Behördernwahnsinn auf sich nehmen, denn ohne eine Baugenehmigung sollte man besser erst garnicht mit dem Haus bauen oder umbauen anfangen.

Wer eine Baugenehmigung zu erhalten möchte, muss mit Hilfe des Architektes den Bauantrag bei der Zuständigen Bauordnung Verwaltungsbehörde stellen. Die Baugenehmigung selbst ist kostenpflichtig und bescheinigt dem Bauherren verbindlich die unbedenklichkeit seines Bauvorhabens. Allerdings sollte man für die Antragsstellung etwas Zeit einplanen, denn eine Bearbeitung des Bauantrags kann schon mal einige Monate in Anspruch nehmen.
Die Landesbauverordnungen geben vor, wie das Haus oder ein Bauwerk ausgeführt werden muss und an welche Richtlinien sich der Bauherr zu halten hat. Sollte später an dem Haus oder auch an einem Nebengebäude, wie einer Garage nicht so sein wie es in der Baugenehmigung genehmigt wurde, muss man im schlimmsten Fall alles wieder abreißen und hat umsonst gebaut.

Die Baugenehmigung ist auch nicht kostenlos und die Bauämter verlangen Gebühren zur erteilung einer Baugenehmigung. Die Höhe der Gebühren für die Baugenehmigung errechnet sich aus dem Gebührenverzeichnis und ist in der Baugebührenordnung geregelt. Für die Beschaffenheit der Bodenverhältnisse ist der Bauherr selbst verantwortlich und zuständig.
Wer also plant ein Grundstück zu kaufen, um dort später ein Haus zu bauen, sollte sich unbedingt zuerst versichern, dass der Boden keine Gesundheitlichen bedenklichen Altlasten aufweist und insgesamt für das geplant Bauvorhaben überhaupt geeignet ist.

 

Was benötigen Sie für den Antrag zur Baugenehmigung?

Um den Antrag zur Baugenehmigung einreichen zu können sollten sie folgenden Unterlagen fertig haben und am besten in fünffacher Ausfertigung vorlegen.

- Der Antrag für die Baugenehmigung (Bauantragsvordruck)
- Amtlicher Lageplan (mit einer Beurteilung des Vorhabens)
- Ansichten und Schnitte mit natürlichem und geplantem Geländeverlauf
- Grundrisszeichnungen und Bauzeichnungen
- Eine Baubeschreibung, mit dem Formularzur Baubeschreibung
- Falls notwendig eine Betriebsbeschreibung bei gewerblichen Vorhaben
- Formularvordruck mit technische Angaben zu Feuerungsanlagen
Die allgemeine Erfahrung in Umgang mit Baubehörden hat gezeigt, dass manche Antragsstellungen zum Bauen oder Umbauen etwas Zeit in Anspruch nehmen. Daher sollte man beim geplanten Bauvorhaben auch unbedingt sehr früh damit beginnen die Unterlagen zur Antragstellung der Baugenehmigung fertig zu machen und so schnell wie möglich bei den zuständigen Baubehörde den Bauantrag einzureichen.
Denn Bearbeitungszeiten von 1 bis zur 4 Monaten sind schon fast die Regel beim Verfahren zur Erteilung einer Baugenehmigung.

Man kann die lange Bearbeitungszeit bei der Baugenehmigung uach dafür nutzen und sich bei den Banken für ein Darlehen zu erkundigen. Immerhin hat man schon eine Vorstellung davon, wie hoch das Darlehen für den Hausbau ungefähr wird und kann sich disbezüglich schon mal unverbindliche Angebote zur Immobilienfinanzierung einholen.