Mehrere Geldinstitute bieten heute so genannte Restschuldversicherungen an, welche für den Kreditnehmer einspringen sollen, falls dieser Arbeitslos, Arbeitsunfähig oder auch Sterben sollte.
Diese Art von Versicherung bietet dem Instituten zum ersten mehr Sicherheit als Risikobegrenzung und gleichzeitig ist es auch für die eigene Familie im Fall eines Unfalls und eines möglichen Todes die wichtigste Absicherung bei langfristigen Darlehen und Krediten.

Zunächst stellt die Restschuldversicherung einen zusätzlichen Faktor bei der Immobilienfinanzierung dar. Aber oft ist es eine lohnende Investition, wenn man die Familie für den Fall der Fäll absichern will. Im Deutschen Durchschnitt gehen wir mal davon aus, dass der Mann der Hauptverdiener ist und den größten Anteil bei der Darlenstilgung bereitstellt. Sollte die Immobilie noch nicht vollständig abgezahlt worden sein, gibt es für Frau und Kinder ein großes Problem, wenn der Mann durch einen Unfall arbeitsunfähig werde würde.

Die meisten Kreditinstitute verkaufen so zusagen zum Kreditvertrag dann auch noch die Restschuldversicherung als Kreditabsicherung. Besonders in den ersten Jahren wird sich dies in den Kreditgesamtkosten niederschlagen und die Kosten des Kreditrahmens erhöhen. Aber schon in der Hälfte einer Immobilienfinanzierung kann und sollte man sich über eine Restschuldversicherung erkundigen, wenn man vorrausschauend plannen will.

 

Benötigen wir wirklich eine Restschuldversicherung?

Aber auch besonders die Rentner, welche einen Kredit benötigen, ist diese Versicherung gedacht. Bei den meisten Banken ist man mit 55 bis 60 Lebensjahren bereits als Rentner eingestuft. Früher bekam man oft sehr schlecht oder auch gar kein Kredit mehr ab diesem Alter. Heute müssen Rentner meist auf diese Restschuldversicherung eingehen, um einen Kredit des Institutes zu erhalten.

Doch bevor man eine Restschuldversicherung abschließt, sollte man sich erst einmal überlegen ob diese überhaupt nötig ist. Ein Kreditnehmer wird in der Regel kaum einen Kredit aufnehmen, wenn der eigene Arbeitsplatz gefährdet ist – außer er hat eine Idee um selbstständig zu werden. Auch ein möglicher Unfall, welcher zur Arbeitsunfähigkeit führen könnte, kann schlecht vorhergesehen werden und auch hier scheint die Restschuldversicherung eher unnötig. Genauso im Falle des eigenen Todes, welchen man ebenso nicht vorhersehen kann – außer man ist in bestimmten Tätigkeiten verwickelt, wie zum Beispiel als Berufssoldat.

Im Groben gesagt ist eine Restschuldversicherung in der Regel nicht zwingend erforderlich und dennoch bei einer langfristigen Immobilienfinanzierung, wie auch andere Private Versicherungen gut bedacht werden. Einerseitz müssen zwar extraGebühren für diese Versicherung gezahlt werden aber wer kann schon die nächsten 10 bis 20 Jahre vorraussehen?

Zwar hat der Verbraucherschutz in der Vergangenheit des öfteren vor „Wucher“ ähnlichen Zuständen bei einigen Anbietern gewarnt, also sollte man sich vor Abschluss des Vertrages grünlich informieren und im Zweifelsfall seinen vertrauenswürdigen Anwalt oder auch Steuerberater beziehungsweise Finanzberater nach Rat bitten. Als Rentner wird man aber wohl kaum noch um die Restschuldversicherung herum kommen und auch hier sollte ein guter Rat eingeholt werden. Schließlich nutzen auch scheinbar seriöse und kundenfreundliche Firmen oftmals Möglichkeiten um anderen Menschen ihr hart verdientes Geld ab zuknüpfen.