Wie finanziert man ein Energiesparhaus?

Hier sollte man aus Bauherr im Vorfeld alle Förderungsmöglichkeiten richtig nutzen

Planen Sie den Bau eines Niedrigenergiehauses?
Dann sollten Sie sich nicht nur um die Dämm- und Heizwerte Ihrer neuen Immobilie kümmern, sondern auch deren Finanzierung planen. Banken und Bausparkassen stellen verschiedene Modelle zur Verfügung, ganz nach den Bedürfnissen der Hausbauer. Es ist gut, wenn man schon vor dem eigentlichen Termin die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten kennt und weiss, auf welche Besonderheiten man sich einstellen sollte.

Die Ermittlung der maximalen Finanzierungshöhe

Bevor ein Bauvertrag unterzeichnet wird, sollte man die finanziellen Möglichkeiten ausloten.

  • Was sind die monatlichen Einnahmen, was die Ausgaben?
  • Welche besonderen Belastungen kommen auf die Familie während dem Hausbau zu?


Die Banken haben häufig eine unterschiedliche Definition von Einnahmen als man selbst. Nur wiederkehrende Zahlungen, die man in Form einer Tätigkeit als Lohn erhält, Rentenzahlungen oder Kindergeld können berücksichtigt werden. Zahlungen, die als unsicher einzustufen sind, sollten lieber nicht in die Rechnung aufgenommen werden. Dazu zählen Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Überstundenzuschläge und Auslösezahlungen. Kosten für Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik und Nebenkosten werden von der Bank als wiederkehrende Ausgaben deklariert.

Sind alle Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt, kann der Haushaltsüberschuss ermittelt werden. Dieser dienst als Bemessungsgrundlage für die Kreditraten des neuen Hauses. Bei einem Überschuss von 1.000 Euro monatlich und einem Zinsniveau von 5 Prozent und einer Anfangstilgung von 1 Prozent können Sie bis zu 200.000 Euro finanzieren.

Die Finanzierung im Detail

Auf einer solchen Grundlage kann der Hausbauer mit der Planung des Eigenheims beginnen. Kataloge von Bauunternehmen und Architekten können in der ersten Phase gut helfen. Kalkulieren Sie auch die Nebenkosten mit ein, wie etwa die Grunderwerbsteuer, die Notarkosten sowie die Kosten für die Außenanlagen.
Ein Beratungstermin sollte erst dann vereinbart werden, wenn der Finanzierungsplan vollständig steht. Bei der Finanzierung sollte auch auf Angebote der Förderbanken geachtet werden, die häufig mit einem zinsgünstigen Darlehen aushelfen.
Banken bieten neben dem gewöhnlichen Annuitätendarlehen mit fester Zinsbindung auch ein Bauspardarlehen, bei dem jederzeit eine Sondertilgung möglich ist. Beachtet werden sollte, dass Fondsgeschäfte oder fondsgebundene Versicherungen hohe Risiken für die Rückzahlung bergen, da die Ablaufsumme aufgrund von Kursschwankungen schwer vorhersagbar sind.