Zinslose und günstige Darlehen für gebrauchte Eigenheimen und Eigentumswohnungen gibt es unter bestimmten Voraussetzungen.
Es werden grundsätzlich alle Haushalte unterstützt, die eine gewisse Einkommensgrenze haben und mindestens ein Kind oder einen schwerbehinderten Angehörigen. Gefördert werden Hauser oder Wohnungen, die selbst genutzt werden. Immer sollte jedoch darauf geachtet werden, den Antrag vor der Unterschrift auf dem Vertrag zu stellen. Ausgeschlossen sind außerdem Eigentumswohnungen in einem Hochhaus. Natürlich muss hier auch eine Eigenleistung erbracht werden. Die Höhe beträgt mindestens 10 % der gesamten Kosten.

Um die Existenz der Antragsteller zu erhalten und zu sichern, hat man Grenzen für den Mindestrückhalt eingeführt. Diese Grenzen betragen für einen Einzelhaushalt 720 Euro, für einen Doppelhaushalt 925 Euro und für jede weitere Person 235 Euro. Man bekommt aber nur Hilfe, wenn die Kreditrate auch auf Dauer getragen werden kann. Dazu wird eine Einkommensgrenze gesetzt.

Bei vielen Anbietern bekommt man zwei unterschiedliche Modelle vorgestellt. Ein Modell für Personenhaushalte, die unterhalb der Einkommensgrenze liegen, das andere Modell ist für Personenhaushalte, die knapp über der Einkommensgrenze liegen.

Die Höhe des Kredits ist regional unterschiedlich und wird durch die Gemeinde bestimmt, in der sich die Immobilie befindet. Dazu werden Regionen in drei Kategorien eingeteilt. Im Internet kann man sich über diese Kategorien in der jeweiligen Gemeinde informieren. Die Internetseiten der Gemeinden können dabei schon eine gute Hilfe sein.

Immobilien, für die ein Antrag nach dem 31.12.1994 gestellt wurde, werden mit 42.000 Euro für die erste Kategorie und bis zu 52.500 Euro in der zweiten Kategorie gefördert.
Pro Kind erhält man außerdem einen Kinderbonus von 3.500 Euro. In manchen Städten gibt es einen Stadtbonus von 14.000 Euro.
Für Immobilien, die von Antragsstellern gekauft werden, deren Einkommen knapp über der Einkommensgrenze liegt, werden in der ersten Kategorie 24.500 Euro gezahlt und in der dritten Kategorie 38.500 Euro. Die benannten Boni gelten in gleicher Weise auch hier.

Natürlich ist es außerdem wichtig zu wissen, mit welchen Zinssätzen man rechnen muss. Für Antragsteller, die unter der Einkommensgrenze liegen, ist das Darlehen in den ersten fünf Jahren zinsfrei. Für Antragsteller, die über der Einkommensgrenze liegen beträgt der Zinssatz 2% pro Jahr. Zusätzlich fallen noch Verwaltungskosten von 0,4 % einmalig bei der Auszahlung an und laufend 0,5 % pro Jahr. Die Tilgung liegt bei 4% plus ersparter Zinsen und für das Starterdarlehen 5 % plus ersparter Zinsen. Es lohnt sich also Informationen zur eigenen Situation einzuholen, um die Förderungen beim Kauf gebrauchter Eigenheime zu beantragen und zu nutzen.