Welche Nebenkosten
fallen beim Grundstückskauf an?

Der Grundstückpreis ist oft nicht der einzige Kostenfaktor, denn schon beim Kauf fallen zusätzliche Kosten für den Bauherren an

Wer ein Haus bauen will und sich nach einem geeigneten Grundstück umschaut, sollte auch beim Grundstück die Kosten genau kalkulieren und wissen, welche Nebenkosten beim Grundstückskauf anfallen um den Finanzierungsplan für den Hausbau nicht schon am Anfang durcheinander zu machen. Denn neben dem Grundstückkaufpreis müssen noch weitere Zusatzkosten gedeckt und bezahlt werden, die nicht selten einige tausend Euro mehr verbrauchen als von Anfang an gedacht war.

Der Eintrag in das Grundbuch
und die Notarkosten kosten Geld

Grundstückkäufe dürfen nur mit notarielle beglaubigen Verkaufsverträgen abgeschlossen werden.
Ein einfacher Kaufvertrag für ein Grundstückkauf ist rechtlich nicht zulässig, man muss einen Notar hinzuziehen und dieser muss den Grundstückkauf notariell beurkunden. Gleichzeitig kümmert sich der Notar dann auch um den Grundbucheintrag, den man beim Grundbuchamt oder Amtsgericht durchführen muss damit der Grundstückskauf überhaupt rechtswirksam ist. Denn erst mit dem Eintrag ins Grundbuch ist der Kauf des Grundstück abgeschlossen und das Grundstück hat einen neuen Besitzer. Der Eintrag in das Grundbuch kostet richtig Geld, denn es fallen Gebühren um die 1,5 Prozent an. Die Berechnung für die Gebühren zum eintragen in das Grundbuch berechnen sich vom Kaufpreis des Grundstücks und liegen im Durchschnitt bei 1,5 Prozent, welche dann für den Grundbucheintrag und die Notarkosten zu zahlen sind.

Die Kosten für die Grunderwerbsteuer

Jeder will sein Stückchen vom Kuchen ab haben und so mischt auch der Staat, oder besser gesagt das Finanzamt bei dem Grundstückkauf mit. Denn hier wird die Grunderwerbsteuer fällig die sich prozentual anteilig vom Grundstückswert und der geplanten Immobilie berechnet. Die Grunderwerbsteuer kann also auch noch ein paar hundert oder tausend Euro ausmachen und man erkundigt sich am besten schon beim Notar, wie hoch diese Steuer zum Grundstückskauf werden wird.

Die Kosten der Maklergebühren (Courtage)

Die meisten attraktiven Grundstück die zum Verkauf sind, werden von Immobilienmakler angeboten.
Diese Makler verdienen mit der Immobilienverkäufen und Grundstückvermittlungen ihr tägliches Brot.
Wenn also ein Bauherr ein Grundstück über einen Immobilienmakler kauft, fallen noch weitere Nebenkosten an, die man als Courtage oder im Volksmund als Maklergebühren bezeichnet.
Die Marklergebühren sind variabel und liegen oft zwischen 3 bis 7 Prozent oder auch mehr oder weniger. In jedem Falle stellen die Maklergebühren oft das größte Stück vom Nebenkosten Kuchen dar und man sollte schon beim Grundstückpreis mit dem Makler verhandeln oder den schwierigen Weg gehen und versuchen ein Grundstück ohne Makler und Courtage zu kaufen.

Nicht zu vergessen die Erschließungskosten

Zusätzliche Kosten für den Bauherr fallen auch dann noch an, wenn das Grundstück noch nicht erschlossen wurde.
Denn wenn die Stadt oder die Gemeinde ein Grundstück noch nicht erschlossen hat, also es dort noch keine Anbindung an Strom, Gas, Wasser und Abwasser etc. gibt, werden diese teilweise auf den Grundstückkäufer umgelegt. Die Erschließung des Grundstück zur Kanalisationnetzes und des Energieversorgungsnetz, aber auch Verkehrsflächen wie Bürgersteige und Straßen werden je nach Einzelfall von den Satzungen der Kommunen berechnet