Der Grundstückskauf sollte gut gewählt sein und im Vorfeld kann man einiges prüfen lassen

Bevor man den Kaufvertrag beim Notar unterschreibt, kann und sollte man Vorab einiges über das Grundstück erfahren

Wer ein Haus bauen will, braucht ein passendes Grundstück um überhaupt bauen zu können.
Nun ist nicht jeder Grund und Boden gleich zum bauen geeignet, denn nur wenn die Gemeinde oder Stadt ein Grundstück als Bauland freigegeben hat, darf darauf gebaut werden und man kann mit einem Bauantrag eine Baugenehmigung bei der zuständigen Behörde beantragen. Wer sich noch nicht sicher ist, ob und wie er auf einem Grundstück bauen darf, kann sich auch für einen Bauvorantrag entscheiden und zunächst diesen einreichen. Der Bauvorantrag ist keine Baugenehmigung, kann aber im Vorfeld schon viele offene Fragen beantworten. Denn oft kann man auf dem Baugrundstück nicht alles so gestallten und bebauen wie man es gerne machen würde. Hier kann man im Vorfeld schon alles prüfen und bei dem Bauvorantrag schon den Architektenplan mit einreichen. Dadurch erhält man die wichtigen Informationen, wie und wo auf dem Grundstück gebaut werden darf.

Wer daher ein Grundstück kaufen will, kann den Grundstückbesitzer auch fragen, ob denn schon Bauanträge oder andere Anträge gemacht wurden. Dies kann für den zukünftigen Bauherrn viel Zeit und Kosten sparen. Um weiterem teuren Ärger aus dem Weg zu gehen, sollte man vor dem Abschluss eines Grundstückkaufvertrages den Zustand des Boden auf verschiedene Belastungen prüfen lassen. Hat man dann das geeignete Grundstück zum bauen gefunden, kann man leider nicht einfach so des Grundstück abkaufen. Denn beim Grundstückskauf gibt es ein paar Sonderheiten die zu beachten sind.
Denn der Grund und Boden gelten vor den Deutschen Gesetz als ein besonders wertvolles Gut und da kann man nicht einfach so den Besitzer wechseln, wie wir es beim Brötchenkaufen gewohnt sind. Damit ein Grundstückskauf rechtswirksam ist, muss ein Grundstückkaufvertrag immer bei einem Notar abgewickelt werden. Nur ein Notar hat die Ermächtigung zum Rechtsverkehr mit den Grundbuchämtern, wo die Grundstücksbesitzer registriert sind. Der Notar beurkundet die gewünschte Rechte Änderung beim Grundstückkauf und ist aber auch bei Grundstückschenkungen oder bei einer Belastung des Grund und Bodens und beantragt diesen Verwaltungsakt dann bei dem jeweiligen zuständigen Grundstücksamt der Stadt oder Gemeinde.
Denn Notare sind als Amtspersonen zu einem rechtmäßigem Handeln verpflichtet, weil sie auch für Ihr Amt haftbar gemacht werden könne (Amtshaftung) und daher müssen Notare sogar eine angemessene Haftpflichtversicherung abschließen.

Der Grundstückskauf muss von einem Notar beurkundet werden

Die Pflicht der Notare beim Grundstückskauf liegt in der Aufklärung über Risiken des Rechtsgeschäftes und gleichzeitig zur zweifelsfreien Dokumentation des Leistungstausches mit allen relevanten Daten. Dieser Verwaltungsaufwand dient auch der Sicherheit der Vertragsparteien, damit in einem Rechtsstreit alles seine Ordnung hat.

Aber dennoch sollte man sich vor dem Grundstückskauf selbst erkunden und absichern um möglichst viele Risiken schon im Vorfeld aus dem Weg zu schaffen. Denn immerhin ist ein Grundstückskauf einen Entscheidung für das Leben und ein Fehler kann ein finanzielles Desaster bedeuten. Folgende Punkte sollten für Grundstückskäufer vor dem Vertragsabschluss klar sein:

- Eine einfache Anfrage bei dem Bauämtern um zu klären, ob das Grundstück überhaupt so wie geplant bebaut werden darf (Im Zweifelsfalle einen Bauvorantrag stellen)
- Die Gefahr von Bodenkontamination oder das Risiko einer unklaren Grundstücksgröße, kann man am besten durch einen Gutachter im Vorfeld aus dem Weg räumen
- Den Grundstückskaufvertrag im Vorfeld schon durch einen Rechtsanwalt prüfen lassen

Denn die Notare sind verpflichtet, den Grundstückskaufvertrag mindestens zwei Wochen vor Vertragsabschluss (Beurkundung) an beide Vertragsparteien zur Verfügung zu stellen, damit diese ggf. Den Vertrag noch durch einen Anwalt prüfen lassen können und eventuell eine Änderung im Vertrag einleiten können. Je mehr Informationen man als im Vorfeld abklärt und einholt, desto niedriger ist das Risiko, dass man beim Grundstückskauf einen Fehlschlag hinnehmen muss.
Denn das schlimmste was passieren kann, ist das sie ein Baugrundstück kaufen um dort zu bauen, aber am Ende keine Baugenehmigung erhalten, weil der Behörde irgend etwas anderes nicht gefällt.