Immobilienfinanzierung - Wohneigentum kaufen oder Wohnung mieten?

Die Finanzierung einer Immobilie (Haus oder Eigentumswohnung) durch einen Kredit, kostet im Endeffekt nicht mehr wie die monatliche Mieter

In vielen Medien ist derzeit die Rede von einer "Mietpreis-Explosion".
Es stellt sich die Frage, wer die Kosten für eine energetische Modernisierung trägt, wenn die Energie-Auflagen tatsächlich verschärft werden. Dass im Rahmen der "Energiewende" Regelungen für energetische Verbesserungen im Bereich der Immobilien getroffen werden müssen, ist unstrittig. Unklar ist, ob die öffentlichen Förderungen angehoben oder weiter heruntergefahren werden. Laut Mieterbund könne ein Hausbesitzer bei einer Modernisierung in Höhe von 20.000 Euro die Miete um bis zu 180 Euro im Monat anheben. Damit es nicht zu einem Eklat kommt, fordert der Mieterbund neben der Anhebung der öffentlichen Förderungen auch die Streichung der Modernisierungsumlage von elf Prozent und im Falle von Mieterhöhungen eine Anpassung an die ortsüblichen Mieten.

Kredit für den Kauf einer Wohnimmobilie

So ist es kein Wunder, dass sich in dieser ungewissen Zeit rund neun von zehn Mietern eine eigene Wohnung wünschen.
Ein Haus muss es gar nicht immer sein, denn nicht jeder möchte ein ganzes Grundstück sein Eigen nennen. Dennoch ist es die persönliche Freiheit, das tun und lassen zu können, was man mag, was viele Menschen reizt. Außerdem weiß jeder, wofür er monatlich sein Geld ausgibt. Und auch als Altersvorsorge wird der Kauf einer Wohnung immer attraktiver.

In den meisten Fällen wird der Kauf einer Wohnimmobilie über ein Hypothekendarlehen einer Bank abgewickelt. Für viele Menschen ist die Finanzierung aus eigener Tasche nur zum Teil oder gar nicht möglich. Ein Finanzierungskredit kann dann helfen, doch noch zur Eigentumswohnung zu gelangen. Wer einen Kredit aber nicht nur bei einer Bank aufnehmen möchte, kann auch Teilsummen bei weiteren Banken beantragen. Für bestimmte Bereiche empfiehlt es sich sogar, auf günstigere Kredite zurückzugreifen. So gibt es zum Beispiel für Renovierungen und Umbauten zinsgünstigere Förderkredite. Diese können sowohl von Haus- als auch Wohnungsbesitzern in Anspruch genommen werden.

Für die Aufnahme eines Kredites ist zunächst die Volljährigkeit wichtig.
Des Weiteren muss der Antragsteller ein geregeltes Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit nachweisen können. Auch für Selbständige gibt es Kredite, für die wiederum andere Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Ein Nachweis wird in der Regel mit Hilfe des Arbeitsvertrages und Verdienstbescheinigungen erbracht. Ist der Arbeitsvertrag befristet, muss die Befristung möglichst in der Kreditlaufzeit liegen. Die Bank geht damit sicher, dass der Kreditbetrag wie geplant getilgt werden kann.

Miete vs. Kreditrate

Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Eine Kreditrate für einen Wohnungskauf kann die gleiche Höhe aufweisen wie eine Wohnungsmiete. Ob es sich jeweils um 300, 400 oder 600 Euro im Monat handelt, hängt von den persönlichen Verhältnissen und Wünschen ab. Rechen- und Vergleichsbeispiele lassen sich schnell im Internet finden.

Letztlich stellt sich die Frage, was für jeden Einzelnen "besser" ist. Wer Monat für Monat seine Miete zahlt, ist vermutlich schuldenfrei.
Doch was passiert,
wenn die bereits angesprochene Energiewende eintritt und die Mieten drastisch steigen?


Wer eine monatliche Kreditrate tilgt,
macht sich für einige Jahre zwar abhängig von einer Bank. Unterm Strich investiert er aber jeden Monat in sein Eigentum. Gleichzeitig ist eine Eigentumswohnung eine gute Altersvorsorge, selbst wenn sie nicht als persönlicher Alterswohnsitz genutzt wird. Eine gepflegte Wohnung findet bestimmt einen Mieter und Dank der speziellen Förderungen kann man mittlerweile sein Wohneigentum auch recht günstig finanzieren.