Eine Immobilien als Geldanlage - Ist das sinnvoll?

Inflationsängste machen so manche Wertanlage unsicher

In Zeiten der Finanzkrise legen immer mehr Menschen bei ihren Geldanlagen großen Wert auf Kapitalerhalt.
So verzichten nicht wenige Anleger gar auf attraktive Renditen, nur um kein unnötiges Risiko einzugehen. Diese Vorsicht ist durchaus begründet. Denn angesichts der Geschehnisse bezüglich Lehmann-Brothers wird deutlich, dass selbst die als vergleichsweise sicher geltenden Anlagemöglichkeiten am Geld- und Kapitalmarkt nicht immer das halten können, was sie zunächst versprechen. Auch Investitionen in reine Aktien und Aktienfonds können natürlich nicht die gewünschte Sicherheit bieten und sollten lediglich zur Beimischung in einem möglichst breit aufgestellten Anlage-Portfolio genutzt werden.

Welche Anlageform ist nun die günstigste?

Aus den genannten Gründen nutzen viele Anleger mittlerweile Gold als Wertanlage. Doch auch große Inflationsängste bewegen nicht wenige Menschen zu diesem Schritt. Angesichts des vergleichsweise hohen Goldpreises sollte man sich jedoch den auch bei dieser Anlageform durchaus vorhandenen Verlustrisiken bewusst sein.
Denn je teurer man das Edelmetall erwirbt, desto größer die Gefahr, einer späteren Veräußerung zu einem niedrigeren Kurs. Das wiederum würde Einbußen bedeuten und somit nicht den ursprünglich einmal beabsichtigten Zweck erfüllen. In Gold zu investieren gilt grundsätzlich nur als sinnvoll, wenn von einer extrem steigenden Inflation ausgegangen wird. Auch historisch gesehen war diese Anlageform nur in solchen wirtschaftlichen Situationen die wirklich beste Anlagevariante.

Als Alternative kann jedoch auch die Anlage in Grundwerten, also die Investition in eine Immobilie, dienen.
Wer sich seine eigenen vier Wände erwirbt, kann von einer grundsätzlich inflationsgeschützten und stabilen Wertanlage ausgehen. In vielen deutschen Ballungsräumen sind zudem sogar stetig steigende Grundstückspreise zu beobachten, was solch eine Investition auch aus klassischen Anlagegesichtspunkten attraktiv machen kann. Denn wenn die eigene Immobilie später evtl. sogar mit einem Gewinn veräußert werden kann, ist das umso besser. Doch normalerweise liegt der Grund des Immobilienerwerbs in anderen Bereichen. Das ist zum einen die Ersparnis der sonst üblichen Miete. Zum anderen steigert die eigene Immobilie in aller Regel die Lebensqualität.
Vor allem Familien mit Kindern schätzen beispielsweise die Tatsache, dass zum eigenen Haus meist auch der eigene Garten gehört. Dieser Punkt ist subjektiv betrachten meist der noch wertvollere als die erwähnte Mietersparnis.

Fazit
Die Immobilie ist vor allem dann eine sinnvolle Investition, wenn sie vom Anleger selbst genutzt und die Anschaffung nicht nur aus Anlagegründen, sondern auch persönlichen Gründen gewünscht wird. Denn neben den klassischen Argumenten für die Immobilie als Anlageobjekt profitiert der Eigentümer von weiteren Vorteilen. Geht es lediglich um die Suche nach Objekten zur Vermietung, gestaltet sich das schwieriger. Hier sollten vor allem die zu erwartende Mieteinkünfte und mögliche Wertsteigerungen der Immobilie zugrunde gelegt werden.