Baugenehmigung bei Bauland abgelehnt wegen Hochwasser

Vom Gartenland zum Bauland und dann darf nicht gebaut werden, wegen Hochwassergefährdung. Dies stellt einen imensen finanziellen Verlust für den Grundstückskäufer dar

In einem Wohngebiet ferner einer großen Stadt, gab es im Dorfzentrum mehrere Gärten. Ein Garten allein war zu wenig zum bauen, da die Gärten in die Länge gehen, aber nicht sehr breit sind. Bestenfalls eignen sich 2 Gärten zusammen um ein Häuschen darauf zu stellen.
Aber da diese Gärten sowieso bis vor kurzem noch nicht als Bauland freigegeben waren, weil sie offiziell noch als Gartenland von der Gemeinde deklariert sein, war an ein bauen zunächst sowieso nicht zu denken.
Nun hat sich aber die Gemeinde gedacht, dieses Gartenland zu Bauland hoch zu stufen und damit sozusagen die Gärten zu bauen frei zu geben. Die Grundstückbesitzer hat es gefreut, denn dadurch hat sich der Quadratmeterpreis für das ehemalige Gartenland sozusagen über Nacht fast verdreifacht!

Dadurch waren auch manche Hobbygärtner bereit Ihre Gärten zu verkaufen und so potenziellen Häuslebauer den Weg zum Eigenheim frei zu machen. Wenn dann ein Grundstückkäufer also 2 Gartenbesitzer nebeneinander findet, die bereit sind Ihre Gärten, die ja nun Bauland sind, zu verkaufen kann an eine Bebauung gedacht werden.

Gesagt getan, es wurden 2 Grundstücke gekauft um darauf ein Haus zu bauen

Der neue Grundstückseigentümer begann also einen Architekten zu beauftragen um die Bebauung zu planen. Nun ging es also an eingemacht und der Bauantrag auf Baugenehmigung wurde bei der Gemeinde eingereicht.
Aber die Antwort der Zuständigen Behörde lies nicht so lange auf sich warten und schockte den neuen Grundstückbesitzer. Denn die Baugenehmigung auf den neu gekaufen Grundstücke wurde abgelehnt, mit der Begründung das es ein Hochwassergefährdetes Gebiet sei!

Warum kam es zu der Entscheidung?

In der Nähe des Grundstücks fließt ein kleiner Bach, der im Sommer schon fast komplett ausgetrocknet ist. Vor über 30 Jahren, war der Bachverlauf noch in einem natürlichen Bett und dann kam es nach einer sehr heftigen Regensaison zu einem Hochwasser in der Region.
Danach hat die Gemeinde den Bachverlauf begradigt und allgemein die Hochwassergefährdung um einiges reduziert. Zumindest gab es in den letzten 30 Jahren dann kein Hochwasser in der Region mehr, was auch von den Anwohner dort bestätigt wurde. also die Hochwassergefährdung ist „relativ...“

Unverständlich bleibt daher die Entscheidung der Gemeinde, warum man ein Grundstück von Gartenland zu Bauland macht und dann, wenn einer dort bauen will, darf er nicht!?

Außerdem wurden dadurch die ehemaligen Gartengrundstücke nun völlig überteuert als Bauland verkauft und der neue Besitzer hat sein super teures Gartenland gekauft. Bei dem verlorenen Geld, geht es ja auch nicht mal nur um wenige Euro, sondern wir sprechen hier von einem Finanzielle Verlust der zig-tausend Euro ausmacht!

Was sollte der neue Grundstückbesitzer nun tun?

Kann er evtl. die Gemeinde rechtlich Belangen, weil die aus dem Gartenland einfach Bauland gemacht haben?

Die einzige Möglichkeit ist nun, sich mit der Gemeinde in einem Rechtstreit ein zu lassen und im günstigsten Falle, erhält man einen Teil seines Geldes zurück oder darf vielleicht doch bauen. Jedoch bleibt erst mal abzuwarten, wie sich dieser Rechtsstreit vor dem Gericht darstellt und die Richter am Ende urteilen.